Jahreshauptversammlung 2002

Von l. n. r.: Kdt. Höchtl, Kassier Moosburger, KBM Girtner, Vorstand Bäumler, Atemschutzbeauftrager Fellner, stv. Kdt. Reithmeier und KBI Bürgermeister Sammiller

Ehrenkreuze in silber und gold an Feuerwehr Wackerstein

Kasse gesund, Ausbildung und Gerätewartung vorbildlich, großes Übungsaufkommen in 2002, Atemschutzgeräteträger über Soll

Ehrenkreuze in silber und gold verlieh der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Eichstätt im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wackerstein am Samstag, 23.11.2002 im Nebenraum der örtlichen Sportgaststätte.

Das erst vor wenigen Jahren geschaffene Ehrenzeichen sei immer noch eine Rarität und werde auf Antrag der örtlichen Feuerwehr nach strengen Richtlinien von der Vorstandschaft des KFV vergeben, so Kreisbrandmeister Alois Girtner, Kasing, der die Ehrung in Vertretung von Kreisbrandrat Hans Wagner, dem Vorsitzenden des KFV, vornahm.

Die Ausführung in silber erhielt Kandidus Moosburger, Feuerwehrmitglied seit 44 Jahren, davon 42 Jahre aktive Dienstzeit und seit 1973 Kassenwart und Vorstandsmitglied.

Das Ehrenkreuz in gold, die höchste Auszeichnung des Verbandes, durfte Vorstand und Ehrenkommandant Johann Bäumler entgegennehmen. Er ist seit 50 Jahren Mitglied, seit 1966 Vorstand und war 25 Jahre Kommandant. Unter seiner Führung wurde aus der Dorfwehr eine moderne Feuerwehr. Als sonst wo im Landkreis noch keiner daran dachte, gab es in Wackerstein bereits eine Damentruppe, die 3. in Bayern. Der Bau des Feuerwehrgerätehauses 1990 war dann Basis für moderne Ausbildung, eine Jugendgruppe, das Feuerwehrfahrzeug und Atemschutz.

Vor den Ehrungen hatte Vorstand Bäumler über das vergangene Vereinsjahr berichtet, mit Christbaumversteigerung, Feuerwehrball, Vereinsjahrtag, Dorffest, Teilnahme an Fahnenweihen und Ferienprogramm bereicherte der Verein auch dieses Jahr das gesellschaftliche Leben des Ortes. Der Vereinsausflug führte nach Würzburg zur dortigen Berufsfeuerwehr.

Kommandant Johann Höchtl zählt derzeit 42 Aktive, davon 13 Atemschutzgeräteträger, die Sollstärke liegt bei 12 Mann. Er hat für den Berichtszeitraum 788 Dienststunden erfasst, 267 davon Einsatzstunden mit Schwerpunkt Deichwehr und Unwetter. Neben den Standardübungen inklusive Theorie, Unfallverhütung und Hydrantenbegehung wurden auch heuer wieder von mehreren Gruppen die Prüfungen zum Leistungsabzeichen durchgeführt und mit hervorragendem Erfolg bestanden. Die Inspektion der Feuerwehr war ohne Beanstandung und endete mit einer Gemeinschaftsübung an der Pförringer Schule. Bereits im Juni gab es dann die nächste Großübung, eine angenommene Leckage an der TAL-Ölleitung. Die Wehr ist per Einsatzplan zuständig von Mennig bis Auhausen und hat die zugeordneten Aufgaben erfolgreich durchgeführt. Im Rahmen der Brandschutzwoche war dann ein Brand im Seniorenheim angenommen worden. Die Wackersteiner Atemschutzgeräteträger hatten zusammen mit mehreren anderen Wehren das als stark verraucht eingestufte Gebäude zu evakuieren. Zur Prüfung des Rettungsweges an der Südseite des Schlosses fand eine Übung zusammen mit der Neustädter Feuerwehr unter Einsatz der Drehleiter statt. Die Leiter konnte unter anderem wegen Baumbewuchs nicht angelegt werden, was der Gemeinde gemeldet worden sei. Höchtl bedankte sich bei der Stützpunktwehr Pförring für kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Kassier Moosburger konnte von einer gesunden Kassenlage berichten. Die Vorstandschaft wurde auf Antrag der Kassenprüfer Georg Auer und Ludwig Huber, beide Markträte, von der Versammlung entlastet.

Die ehrenamtlich geleisteten Dienste der Wehr, so Bürgermeister und Kreisbrandinspektor Bernhard Sammiller, entlasteten den Etat der Marktgemeinde, was man an dem laut Inspektionsbericht tadellosen Zustand von Gerät und Gerätehaus beispielhaft sehen könne. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden der stellvertretende Kommandant Alfred Reithmeier, der sein Amt seit 1980 bekleidet und der Atemschutzbeauftragte Franz Fellner vom Bürgermeister geehrt. Der Atemschutzbeauftragte trage eine hohe Verantwortung, hängen doch Leib und Leben von dem von ihm gewarteten Gerät ab, mit dem die Kameraden dort reingehen, wo andere raus laufen.